Totgesagte leben länger:
Oder: Die wohl aufwendigste Restauration, die ein Manta B je erlebt hat!
Harry´s Worte: "Ja mei, muaß ma sich halt a weng zwinga."

Die Vorgeschichte:
Inziwschen sind fast 4 Jahre seit dem Unfall vergangen und es ist an der Zeit, wieder einen
kurzen Zwischenbericht vom Verlauf der Restauration abzugeben. Erst einmal sei bemerkt, daß sich
das Alles viel länger zieht, als anfangs gedacht wurde. Das hängt sicherlich auch damit zusammen,
daß der Wagen nur am Wochenende bearbeitet werden kann. Leider...
Nach eingehender Zuwendung wurde der Manta komplett zerlegt, außerdem wurde der
komplette Unterbodenschutz mit Spachtel und Bunsenbrenner entfernt (Ein absoluter Scheißjob!!!).
1. Teil: Karosserie Grundbehandlung




Nach langen Überlegungen bezüglich der optimalen Rostvorsorge bzw. Rostbekämpfung wurde der Wagen im April 2006 dann nach
Ravensburg zum Glasperlstrahlen gebracht.


Dieses Verfahren wurde gewählt, weil
es das momentan gründlichste und für das Blech schonendste Strahlverfahren sei.


Außerdem macht es nix aus, wenn von dem Zeug was in den Hohlräumen liegen bleiben sollte.


Man stelle sich vor, da bleibt Stahlkies oder sowas drin...
Dann war die Strahlerei grad für den Ar...


Die Kosten belaufen sich übrigens ca.
auf 300 Euro.


Wird auf die Vorarbeit weniger Wert gelegt,
steigt der Preis.




Bei weiteren Fragen können sich Interessierte gerne bei Harry melden!
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Teil 2: Die Grundierung




Dem blanken Blechkleid sollte natürlich
so schnell wie möglich eine schützende Schicht verpasst werden.

Nach wiederum langen Nachforschungen hat sich herausgestellt, daß wohl 2K-EP Grundier-
füller das Beste sei.

Auf Deutsch:
Zwei-Komponenten Epoxyharz-Grundierfüller.

Erst wurden alle Falze der Karosserie mit dem Pinsel abgetupft, durch die Kapillarwirkung zieht es die Grundierung in den Falz.

Dann wurde der Rest gestrichen
(wieder ein Scheißjob).

Nach nochmaligem Abtupfen
wurde alles zweimal grundiert, das muß reichen!
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Teil 3: Karosseriearbeiten

Im Mai 2006 wurde der Manta zum Karosseriespengler gebracht,
vorher wurden die Hohlräume aber mit Fertan gespült (Rostumwandler).

Das Spülen erfolgt bewußt vor dem Schweißen, weil jetzt die gefährdeten Stellen besser zugänglich sind.

Nach dem Spengler wird der Wagen ziemlich schnell zum Lackierer gehen,
in der Lackierbox werden sämtliche Rückstände des Wassers, welches man zum Ausspülen des Fertans nimmt, vertrocknen.

Danach gehts wieder nach Untermeitingen zum Spülen der Hohlräume,
dieses Mal aber mit "Mike Sander´s Hohlraumschutzfett", dem angeblich besten Produkt am Markt momentan.

Und dann sehen wird dem Zusammenbauen entgegen...

Hier noch ein Ausblick für die Zukunft. Der Manta bekommt:

- PU-Buchsen rundum (Achsen sind bereits zusammengebaut)
- Motor wird neu abgedichtet, evtl. bekommt er eine 2,4er Kurbelwelle
- Einzeldrosselklappeneinspritzung soll auf die Sprüng helfen
- Verchromter Stahlkäfig kommt zum Einsatz
- Ein neuer Strauss-Spoiler liegt bereits im Lager ;-)

Es gibt noch einiges zu tun...
Teil 4: weitere Karosseriearbeiten (inzwischen ist über 1 Jahr vergangen)




Die Karosserie ist endlich nach eineinhalb Jahren und zwei Karosseriespenglern beim Lackierer in Aulendorf (Stand Anfang 2008).
Motor-, Innen- und Kofferraum sowie Unterboden sind geschliffen

(Eigenarbeit, scheiß Job!!! Hat 45 Stunden gedauert).




























Unten wird ein Primer aufgetragen, danach nochmals Grundierung, dann naß in naß eine dünne Schicht Steinschlagschutz. Danach Abdichten der Nähte bzw. Falze, später Decklack.
Der Rest des Autos sollte bis ca. März lackiert sein.



Hoffentlich…

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Teil 5: Grundüberholung des Triebwerks


Der Motor ist inzwischen fertig gebaut:


Umbau auf 2,4 Liter, Kurbelwelle und Pleuel sind gebraucht, Bohrung 95,5 mm.


Kolben: neu (Serie 2,4), geplant und Gewichte angeglichen



Zylinderkopf: 2,2 Liter, ca. 2 mm geplant, Kanäle optimiert, Ventilsitze überarbeitet. Ventile bearbeitet (Einlaß am Schaft abgedreht), Tellerfläche geplant. Brennräume auf plusminus 0,3 ccm bearbeitet. Es sind ab Werk Toleranzen von plusminus ca. 2 ccm zulässig.


Nockenwelle: von Risse, Steuerzeiten 290°, Spreizung 108°, Ventilhub in OT 2,9 mm, Ventilfedern verstärkt (Risse)


Kopfdichtung: 1,8 mm, verstärkt


Kupplung: Schwungrad erleichtert, welche Druckplatte und Mitnehmerscheibe verwendet wird, ist noch offen.


Erneuerung sämtlicher Dichtungen und Lager, es werden serienmäßige Lager verwendet.


Um eine Verdichtung von 10,5 plusminus 0,1 pro Zylinder zu erreichen, wurden die Brennräume unzählige Male gelitert und geschliffen, der Kopf geplant, das Kurbelgehäuse um 1,3 mm geplant (um wegen der dickeren Kopfdichtung einen definierten Überstand der Kolben zu erreichen) sowie die Kolbenmulde durch Planen der Kolbenboden verringert. Trotz der starken Annäherung der Kolben an die Ventile mußten die Ventiltaschen nicht vergrößert werden. Sicherheitsabstand ist größer 1,0 mm.


Die angestrebte Leistung sollte in Verbindung mit der Einzeldrossel ca. 180 PS betragen, die Höchstdrehzahl soll nicht höher wie Serie Opel sein.
Deswegen ist die Verwendung einer schärferen Nockenwelle nicht sinnvoll.



Mal sehen, ob er anspringt…

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Teil 6: Januar 2008; Vor dem Lackieren

So hat er im Januar 2008 ausgesehen. Vor dem Schleifen und Lackieren wurde alles zusammengebaut. Dadurch konnte der Lackierer die Kanten so schön wie möglich angleichen bzw. „hinschleifen“.

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Dann endlich war es soweit. Im September 2008 konnte der Manta beim Lackierer abgeholt werden. Fleißig mitgeholfen hat Hebbe. Wenns um Manta geht, kann man ihn immer brauchen ;-)

Unterboden und Radhäuser wurden vor dem Decklack mit Steinschlagschutz gespritzt.

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Postwendend wurde der Manta nach der Ankunft sofort mit Mike Sanders hohlraumversiegelt. Das Versiegeln an sich hat ungefähr 4 Stunden gedauert. Das vorhergehende Abkleben allerdings hat EINEN Tag gedauert und war furchtbar nervig. Gewissenhaftes Abkleben ist aber dringend zu empfehlen, sonst gibt’s ne riesen Sauerei. Es wurden ca. 6 kg Hohlraumschutzfett verarbeitet. Die Radhäuser wurden mit Berner Schutzwachs behandelt.


Leider mußte der Wagen im November 2008 nochmals zum Lackierer. Der alte Lack (der Wagen wurde in den 90ern schon mal lackiert) war schlecht und hat Blasen geworfen. Den Lackierer muß man in Schutz nehmen, er konnte es nicht sehen. Betroffen waren A- und C-Säulen, das Dach und das Windleitblech, weil hier am meisten alter Lack drauf war. Zur Schadensbegrenzung wurden die Flächen in Eigenregie blankgeschliffen, um einen neuen Lackaufbau wieder in Aulendorf zu starten.

Im Februar ist das Comeback…


to be continued…

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